Gate4SPICE am 1. Juli in Nürnberg

„You want to know your weakness? Read the Guideline! – Warum unzureichende Begründungen von Schwächen die Produktqualität nicht verbessern”

Am 1. Juli 2025 haben wir gemeinsam mit der ISCUE GmbH & Co. KG in Nürnberg ein weiteres Gate4SPICE-Event veranstaltet. Das Thema dieses Treffens traf einen zentralen Punkt der Assessorenpraxis: Wie beeinflussen die Formulierungen und Begründungen von „Weaknesses“ die Qualität eines Assessments – und letztlich die Produktqualität?

Mit dabei waren auch unsere Kollegen Horst Kostal und Bernhard Sechser, die beide mit Fachvorträgen und in der Diskussion wertvolle Impulse einbrachten.

Zum Auftakt stellte Bernhard Sechser die zentralen Fragestellungen vor: Welche Anforderungen stellt die aktuelle Version der VDA Automotive SPICE® Guidelines an „Schwächen“-Formulierungen? Und warum reicht ein bloßes „nicht ausreichend dokumentiert“ nicht aus, um Verbesserungen anzustoßen? Er beleuchtete die Grundlagen zur Formulierung nachvollziehbarer und wirksamer Schwächen. Eine klare Orientierung an den Inhalten der Guideline 2.0 sowie das Verständnis für Zweck und Wirkung der Schwächen-Beschreibung standen dabei im Fokus.
Anschließend zeigte Horst Kostal auf, welche negativen Effekte unkonkrete oder oberflächliche Begründungen mit sich bringen – sowohl für das Projektteam als auch für den Assessor selbst. Seine Kernbotschaft: Nur wer präzise formuliert, schafft Verständnis und Handlungsspielraum.

Anna Schüpferling (ISCUE) ergänzte das Programm mit einem Beitrag über Kommunikationsfehler im Rahmen von Assessments. Besonders das klassische Sender-Empfänger-Problem wurde anhand praktischer Beispiele veranschaulicht.

Am Nachmittag arbeiteten die Teilnehmer in Gruppen an konkreten Beispielen: Wie sieht eine gut begründete Schwäche aus – und woran erkennt man eine schlechte? Im gemeinsamen Austausch entstanden praxisnahe Vorschläge zur Verbesserung der Formulierungen und zur Ableitung sinnvoller Maßnahmen.

Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse. Das Fazit: Wer bessere „Schwächen“ schreibt, verbessert automatisch die Aussagekraft und Wirkung des gesamten Assessments. Der intensive Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Klarheit und Qualität in der Dokumentation sind.

Warum dieses Thema so relevant ist

  • Produktqualität verbessern: Präzise „Weakness“-Beschreibungen führen zu gezielteren Verbesserungen.
  • Missverständnisse vermeiden: Klare Formulierungen helfen Projektteams bei der Umsetzung.
  • Regelkonform arbeiten: Die Guideline 2.0 fordert nachvollziehbare Begründungen – aus gutem Grund.

​Wir danken allen Teilnehmern für den spannenden Tag mit wertvollem Input und lebhafter Diskussion!

​Sie möchten mehr über Assessments und gute Weakness-Begründungen erfahren?

Sprechen Sie uns gerne an – oder besuchen Sie eines der kommenden Gate4SPICE-Events!

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