
Auch die diesjährige Veranstaltung stand wieder ganz unter dem Motto Quality, Safety, and Security for Automotive Software-Based Systems.
Wir Fellows waren mit zwei Beiträgen vertreten.
Am 2. Konferenztag machte unser Fellow Bernhard Sechser als Mitglied des INTACS Advisory Boards mit seinem Vortrag 20 years of INTACS® – A Success Story den Anfang.
INTACS® – das „International Assessor Certification Scheme“ – besteht nun schon seit 20 Jahren. Das Schema definiert ein weltweit einheitliches Schulungsprogramm, das alle angehenden Assessoren absolvieren müssen. Dies stellt in der Automobilindustrie ein nahezu einzigartiges Erfolgsmodell in Bezug auf System- und Softwarequalität dar, wenn man es mit Themen wie funktionaler Sicherheit oder Cybersicherheit vergleicht, wo es viele verschiedene Schulungsmöglichkeiten gibt.
In diesem Vortrag stellte unser Fellow die Höhepunkte und Besonderheiten des Schemas vor, beleuchtete aber auch das sich wandelnde Umfeld, mit dem INTACS® konfrontiert ist. Welche Veränderungen und Innovationen muss das Schema berücksichtigen, um diesen Erfolg fortsetzen zu können? Letztendlich hängt alles von den beteiligten Personen und den damit verbundenen Prozessen ab, um auch in den nächsten 20 Jahren erfolgreich im Wettbewerb bestehen zu können.
Ebenfalls an Tag 2 der Konferenz begrüßten unsere Fellows Alexander Feulner und Sebastian Keller die Teilnehmer zu ihrem Workshop Make it or Fake it – Human vs. AI: Efficiency in Creation, Review Effectiveness, and Fake Evidence Detection, für den sie mit dem „Best Workshop“ Award ausgezeichnet wurden.
Generative KI kann innerhalb weniger Minuten Anforderungen, Dokumentationen und andere Nachweise erstellen – oft schneller, als Engineering-Teams die Ergebnisse validieren oder auch nur prüfen können. Dies wirft sowohl für Projekte als auch für Assessments eine zentrale Frage auf: Steigern wir damit die Effizienz oder schaffen wir lediglich eine überzeugende Fassade?
Im Workshop wurden folgende Aspekte adressiert:
Effizienz bei der Erstellung von Arbeitsergebnissen: Was ändert sich, wenn Anforderungen und Nachweise mit KI-Unterstützung erstellt werden, im Vergleich zu herkömmlichen Ansätzen?
Effizienz und Effektivität bei der Überprüfung von Arbeitsergebnissen: Wie schneidet die manuelle Überprüfung im Vergleich zur KI-gestützten Überprüfung in Bezug auf Geschwindigkeit und Effektivität ab?
Erkennung von Artefakten, die ausschließlich für Assessmentzwecke erstellt wurden: Wie können wir projektbezogene Belege von Arbeitsergebnissen unterscheiden, die hauptsächlich dazu dienen, bei einem Assessment „gut dazustehen“ – insbesondere, wenn KI im Spiel ist?
In diesem Workshop ging es nicht darum, zu lehren, wie man betrügt, sondern darum, ein gemeinsames Verständnis, eine einheitliche Terminologie und pragmatische Kriterien zu entwickeln, um KI verantwortungsbewusst einzusetzen und gleichzeitig die Integrität der Belege zu wahren.
Die Teilnehmer hatten am Ende einen klareren Überblick über die Vorteile, Grenzen und Rahmenbedingungen von KI-gestützten Ergebnissen im Engineering und in Assessments.
Sie haben den Workshop verpasst? Dann werfen Sie doch einen Blick auf die Aufzeichnung unseres kostenlosen Webinars Make it or Fake it – A Wrap-Up of the VDA SYS Workshop on AI, Reviews and Engineering Evidence zu genau diesem Thema.
